Der Border Terrier erfreut sich in Deutschland einer stetig zunehmenden Beliebtheit. In England wuchs seine Popularität in den vergangenen Jahren so stark, dass er inzwischen zu den beliebtesten Terrierrassen zählt. Wie sein Name sagt, stammt er aus dem Grenzgebiet (border county) zwischen Schottland und England, wo er bereits vor 160 Jahren als Spezialist für die Fuchs- und Otterjagd zum Einsatz kam. Seine Anerkennung als Rasse erfolgt aber erst relativ spät im Jahre 1920. Für die Jagd zu Pferde brauchte man einen leichtfüßigen, witterungsunempfindlichen Terrier, der sich trotz seiner notwendigen Raubzeugschärfe Artgenossen gegenüber friedfertig verhielt. Diese Merkmale zeichnen den Border Terrier auch heute noch aus, wobei er zudem noch sehr verspielt und kinderlieb ist. Seine Vitalität und sein Bewegungsdrang sowie sein unverfälschtes, natürlich gebliebenes Erscheinungsbild machen ihn auch heute noch zu einem geeigneten Begleiter für die Jagd. Als liebenswürdiger, aufmerksamer und anhänglicher Hund, der seine angeborene Arbeitsfreudigkeit aber nicht verleugnen kann, ist er besser in einem Haus mit Garten in der Hand naturverbundener Besitzer aufgehoben als in einer Etagenwohnung bei "Stubenhockern". Ein unverwechselbares Markenzeichen des Border Terriers ist sein Kopf, der dem eines Otters sehr ähnlich sehen soll. Sein kerniger, dabei jedoch geschmeidiger, wendiger Körperbau darf keinerlei Grobheit aufweisen: So soll sich z. B. sein Brustkorb von zwei Männerhänden umspannen lassen - eine unerlässliche Voraussetzung für die Arbeit im Fuchsbau. Das harte doppelte Haarkleid ist pflegeleicht. Neben regelmäßigem Bürsten muss gelegentlich das überständige Deckhaar ausgezupft werden. Die Fellfarben des Border Terrier können rot, rotweizen, meliert (grizzle) oder blau und loh (blue and tan) sein. Typisch ist außerdem seine dicke, lose Haut. Alles in allem ist der Border Terrier ein urwüchsiger, wenig krankheitsanfälliger Hund, der seinem Besitzer fast zwei Jahrzehnte lang ein treuer Begleiter sein kann.

 

Quelle : KFT

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